One Track Albums

DocBobo hat für Roland ein Stöckchen kreiert, welches über Inishmore und die Gräfin nun auch seinen Weg zu mir gefunden hat.

Kennt Ihr das? Man hört einen wirklich tollen Song, kauft vor lauter Vorschußlorbeeren das ganze Album, und das ist der Rest einfach, naja, sagen wir mal, nicht Euer Geschmack. … Also, gesucht sind Musikalben (keine Compilations) die man hat und von denen man genau einen einzigen Track hört.

Hier also meine Auswahl aus meiner mittlerweile etwa 500 CDs umfassenden Music-Collection:

Tasmin Archer – Great Expectations (1992)

Große Erwartungen weckte auch die Single „Sleeping Satellite“ damals in mir. Erwartungen, die der Rest des Albums in meinen Augen bzw. Ohren leider nicht erfüllen konnte. Außer vielleicht die ebenfalls gelungene 2. Single-Auskopplung „Somebody’s Daughter“. One-And-Half-A-Hit-Wonder?

10,000 Maniacs – MTV Unplugged (1993)

Ich mag Unplugged-Konzerte. Auch die Unplugged-Session von Natalie Merchant und Kollegen ist ganz nett. So richtig begeistern konnte mich aber nur das Springsteen-Cover „Because The Night“. Der Rest ist mir einfach zu wenig eingängig. Außer vielleicht der Opener „These Are The Days“

H-Blockx – Time To Move (1994)

Der von H-Blockx praktizierte Crossover war eigentlich sowieso noch nie so ganz mein Fall und auch die Single „Risin‘ High“ mochte ich nie. Aber „Little Girl“ höre ich auch heute noch ab und an ganz gern! Könnte daran liegen, daß auf diesem Track nicht gerappt oder geshoutet wird …

Meredith Brooks – Blurring The Edges (1997)

Ich oute mich: ich fand „Bitch“ toll! Keine Ahnung, ob ich den Rest des Albums damals öfter als 1,2 mal gehört habe. Viel öfter wird’s nicht gewesen sein.

Meredith Brooks – Deconstruction (1999)

Klarer Fall von nichts gelernt! Die Vorabsingle „Lay Down“, ein Duett mit Queen Latifah, fand ich ziemlich catchy! Daraufhin habe ich mir auch dieses Album gekauft, mit dem Frau Brooks leider auch nicht an den Erfolg von „Bitch“ anknüpfen konnte. Oder kennt irgendjemand außer mir überhaupt dieses Album oder gar die Single?

Aerosmith – Just Push Play (2001)

Ich mag Aerosmith. Und die Single „Jaded“ war auch gar nicht schlecht. Den Rest des Albums habe ich dann aber doch viel seltener gehört als z.B. den 1997er Vorgänger „Nine Lives“.

Nickelback – Silver Side Up (2001)

„How You Remind Me“ war der absolute Smash-Hit, auf dem restlichen Album sucht man leider vergebens nach einem ähnlich eingängigen Song.

Audioslave (2002)

Die Ballade „I Am The Highway“ find‘ ich gut, ansonsten trifft die Super-Group um Chris Cornell aber leider nicht ganz meinen Nerv. Obwohl ansonsten schon mal das ein oder andere gute Riff dabei ist. (z.B. das Intro zu „Show Me How To Live“)

Guano Apes – Walking On A Thin Line (2003)

Die Apes waren auch noch nie so ganz mein Fall. Dann schon eher die ähnlich gelagerten Die Happy (übrigens beim selben Label unter Vertrag). Wie bemerkte mal jemand treffend? „Marta Jandová hat die Stimme, die Sandra Nasić gerne hätte.“ Genau! „Pretty In Scarlet“ fand ich aber trotzdem ganz nett, deshalb habe ich im Angebot zugegriffen.

Natasha Bedingfield – Unwritten (2004)

Eigentlich gar nicht meine Musik. „Unwritten“ ist aber ein ziemlicher Ohrwurm. Deshalb habe ich auch zugegriffen, als ich die CD beim MediaMarkt in der Grabbelkiste gesehen habe. Auch sehr schön: „I Bruise Easily“. Der Rest ist aber wie gesagt eher nicht mein Fall.

Robbie Williams – Intensive Care (2005)

Ja, ich mag Robbie Williams. Zumindest einige seiner älteren Songs. Doch spätestens seit der Trennung von Songschreiber Guy Chambers hat die Qualität seiner Songs merklich nachgelassen. Als ich „Intensive Care“ aber für 5,- € bei Karstadt sah, bin ich doch schwach geworden. So schlecht kann die CD doch eigentlich nicht sein. Oh doch, kann sie! Einzig „A Place To Crash“ besitzt für mich zumindest ansatzweise Ohrwurmqualitäten. Was wohl hauptsächlich dem offensichtlich Stones-inspirierten Riff zu verdanken ist.

Snow Patrol – Final Straw (2003)

Zum Schluß noch eine CD, die eigentlich nicht in dieser Liste stehen sollte. Denn sie ist richtig gut! Sie enthält den Riesenhit „Run“, über den ich letztes Jahr bei Live 8 auf Snow Patrol aufmerksam geworden bin. Das Problem ist allerdings, daß kaum eines der restlichen Lieder ähnlich eingängig ist. Am ehesten noch die beiden anderen Singles „Chocolate“ und „Spitting Games“. Da ich mir diese CD erst zusammen mit dem diesjährigen Nachfolger „Eyes Open“ (siehe auch Sidebar) gekauft habe, dessen Lieder durch die Bank weg äußerst eingängig sind, verkommt „Final Straw“ bei mir ungerechterweise zum One Track Album. Was ich allerdings vorhabe zu ändern! 😉

Und das Stöckchen werfe ich weiter an Philipp, Holger, Frau awa und thwidra.

Advertisements

12 Antworten

  1. Ui, da muss ich sofort kommentieren:

    H-Blockx: von denen kenne ich nur das Cover von Johnny Cashs „Ring of Fire“. Als ich dann das Original hörte, war ich froh, nie eine CD von denen gekauft zu haben. Mit deutschen Bands klappt es bei mir eh desöfteren nicht – erinnere mich, CDs von Fury in the Slaughterhouse und Terry Hoax zu besitzen, die ich noch nie angehört habe.

    Nickelback: klarer Fall von „die Single ist so durchgenudelt, da will ich den Rest nimmer anhören“. Hab die CD seinerzeit auch gekauft. Landete wegen „Never Again“ aber nicht auf meiner „One-Track-Albums“-Liste.

    Audioslave: „I Am The Highway“ ist wirklich groß. Schön, dass ich mir den Rest sparen kann.

    Guano Apes: hey, die hatte ich weiter oben bei den H-Blockx vergessen zu erwähnen 😉

    Robbie Williams: okay, ich verkneife mir den Kommentar. Hör dir mal die letzte von Rob Thomas an, das ist richtig guter Pop-Rock, da kommt Williams in diesem Jahrtausend nicht mehr ran.

    Snow Patrol: absolute Zustimmung! Die „Eyes Open“ ist wirklich gelungen. Eingängigkeit ist bei mir überhaupt nie ein Grund, eine CD weniger gut zu finden. Aber es gibt viele, die „Final Straw“ für viel, viel besser halten, weil sie weniger kommerziell ist. Ich versuche weiterhin, diese CD richtig klasse zu finden. Bis dahin rotiert aber „Eyes Open“ noch einige Male in meinem Player.

  2. Hehe, da muss ich doch sofort noch antworten!

    Also von Fury hab ich auch einige CDs, die ich auch nicht wirklich oft höre (vor allem die neueren Alben). Aber die Best Of („Super Fury“), da sind schon ein paar sehr gute Songs drauf. Allen voran natürlich „Radio Orchid“.

    Wegen Audioslave: ist wohl Geschmacksache. Für meinen Gitarristen war das z.B. die „CD des Jahres“. Für mich nicht. Wenn Du den Rest noch nicht kennst, solltest Du Dir einfach Deine eigene Meinung bilden und mal reinhören.

    Rob Thomas? Hab‘ ich und lieb‘ ich! Ich hab auch alle Matchbox Twenty CDs. Obwohl er ja bei seinem Solo-Projekt eine etwas andere Richtung eingeschlagen hat. Trotzdem ein tolles Album! Vor allem die ersten beiden Tracks find‘ ich klasse! Und den würde ich selbstreden dem RW auch jederzeit vorziehen! Aber ich bleibe trotzdem dabei: der Robbie hatte auch ein paar gute Songs.

    Interessant, daß Du bei Snow Patrol wohl das selbe Problem hast. Ich denke, das Problem ist einfach, daß „Run“ so ein Mega-Song ist, daß alles andere, was daran gemessen wird, einfach daneben verblasst. Deshalb würde ich auch sagen: „Eyes Open“ ist für mich insgesamt die bessere CD, aber „Run“ bleibt für mich der beste Song von Snow Patrol. Und Eingängigkeit ist für auch nicht die einzige Voraussetzung, daß ich einen Song gut finde, aber sie ist ungemein hilfreich! 😉

  3. Danke für das Stöckchen. Ich mache das in den nächsten Tagen, habe aber im Moment noch inen anderen kleinen Beitrag in der Warteschleife stehen. 🙂

  4. Nur keine Hektik! Lass Dir ruhig Zeit … ich kenne das Problem. 😉

  5. Houston, wir haben ein Problem … ich müsste eigentlich im Bett liegen, krieg überhaupt gar nichts auf die Reihe und muss dauernd irgendwem irgendwas irgendwie besorgen, ihn wecken, antreiben, hinfahren, abholen, verköstigen, Unterlagen vorbereiten, telefonieren, Pflaster aufkleben, Unsinnswünsche ausreden, Spielideen erfinden, ins Bett bringen usw. usw … heute Abend soll ich nach Simmern … mich über nen Comedian schlapp lachen … ich befürchte, ich kann dort nicht hin …

  6. eigentlich wollte ich noch dazu schreiben, dass das mit dem Stöckchen in Arbeit ist … dauert aber noch …

  7. Dafür ist es bei mir fertig. 🙂

    http://www.thwidra.de/?p=284

  8. @awa: Keine Panik! Hab ich doch vollstes Verständnis dafür! Mach Dir deswegen keinen (zusätzlichen) Streß! Und ich wünsch Dir auch gute und hoffentlich baldige Besserung!

  9. […] Und hier haben wir das nächste Stöckchen, das mich über Martin erreicht hat: One Track Albums. Spricht, Alben, die ich mir wegen eines Liedes zugelegt habe, mich der Rest des Albums allerdings nicht vom Hocker haut. Um genau zu sein schreibt der Initiator DocBobo: „von denen man genau einen einzigen Track hört“. Auf jeden Fall liegt mir diese Stöckchen schon mal mehr mehr als das letzte. Daher ab in iTunes und durchgeschaut: […]

  10. Martin, ich bin untröstlich am Boden zerstört … es finden sich kaum 10 CDs in meiner Sammlung, die Kassettensammlung, die aus ungefähr 10 geliebten Objekten bestand, ward eines Tages im Zuge geistiger Umnachtung entsorgt, Online-Tracks lade/kaufe ich nicht und ansonsten höre ich meistens, was im Radio kömmt … ich könnte auch sagen, dass ich zu doof bin, Dein Stöckchen angemessen zu behandeln, doch wer gibt das schon gerne zu …

  11. @awa: Keine Antwort ist auch eine Antwort! Ist immerhin auch eine interessante Erkenntnis für mich, dass es Leute gibt, die insgesamt weniger CDs ihr eigen nennen, als ich „One-Track-Albums“ besitze … 😉

  12. […] symBadisch das Stöckchen “One Track Album” aufgefangen und als interessant eingestuft. Auch […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: