U2-Cover für Afrika

Über die Notwendigkeit von Cover-Versionen im Allgemeinen kann man sicher geteilter Meinung sein. Ich möchte heute aber mal ein meiner Meinung nach äußerst gelungenes Exemplar dieser Gattung vorstellen: das U2-Tribut-Album In The Name Of Love: Artists United For Africa.

Bekannte Künstler aus der CCM-Szene haben für dieses Projekt Cover-Versionen mehr und manchmal auch weniger bekannter U2-Songs eingespielt. Wie der CD-Titel auch schon andeutet, wird mit dem Verkaufserlös das AIDS-Hilfsprojekt für Sambia der christlichen Hilfsorganisation World Vision unterstützt.

Die Aufnahmen finde ich allesamt sehr gelungen. Einzige Ausnahme: das mit R’n’B/Hip-Hop-Elementen verhunzte „With Or Without You“ (ausgerechnet!) Der Rest des Albums weiß absolut zu überzeugen, allen voran die beiden Opener „Sunday Bloody Sunday“ von Pillar und „Beautiful Day“ von Sanctus Real, die beide deutlich knackiger als das Original daherkommen! Weitere herausragende Tracks: „Love Is Blindness“ von den großartigen Sixpence None The Richer (die sich mittlerweile, sehr zu meinem Bedauern, leider getrennt haben), in einem ihrer unverwechselbaren Arrangements und getragen von Leigh Nashs toller Stimme, sowie die bluesigen „All I Want Is You“ von Jars Of Clay und „When Love Comes To Town“, das absolut perfekt zu Todd Agnews rauher Stimme passt.

Als ebenfalls gelungen zu bezeichnen sind darüber hinaus Audio Adrenalines Beitrag „Gloria“, welches ich zuvor noch nicht kannte, „Pride (In The Name Of Love)“ von Delirious? (denen sowieso nachgesagt wird, dass ihr Sound dem von U2 stark ähnelt), Chris Tomlins „Where The Streets Have No Name“, sowie „Mysterious Ways“ und „One“ von den Ex-dc Talk-Mitgliedern tobyMac und Tait.

Fazit: eine absolute Empfehlung (nicht nur) für U2-Fans! Weitere Infos und Hörproben zu den Tracks gibt es auf der offiziellen Seite.

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3 Antworten

  1. Pillar kenne ich auch, sehr feine Band. Sixpence None The Richer hatte ich ebenfalls gerne, insofern bist du mit deinem Bedauern nicht alleine.

  2. Schön, dass wir auch hier wieder einen ähnlichen Geschmack haben …

    Bzgl. Sixpence: Leigh Nash macht ja jetzt solo weiter … aber ihr Debut „Blue On Blue“ konnte mich beim Probehören leider nicht so ganz überzeugen. Ich mag zwar nach wie vor ihre Stimme, aber irgendwie fehlen mir dazu Matt Slocums ausgefallene Arrangements …

  3. Kenn ich alle net .. jedenfalls nicht namentlich … in einem Anfall von ganz schlimmem Wahnsinn entsorgte ich einst meine Kassettensammlung aus den 80ern, u. a. auch ‚The Joshua Tree‘ von U2 und nun schenkte ich mir zu Weihnachten selber die ’18 Singles‘.

    Fast alle Songs, die Du oben beschreibst, sind enthalten und ich bin froh, sie vom Original zu hören … es hat einfach was …

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