Projekt Hörsturz – Runde 4

Das Projekt Hörsturz befindet sich mittlerweile schon in der vierten Runde. Und da ich die kommende Woche viel zu tun habe, will ich diesmal meine Bewertungen etwas zeitiger einreichen. In diesem Sinne: „Los geht’s!“

  • NOFX – I Wanna Be an Alcoholic (von Tobi)

    NOFX kenne ich zumindest dem Namen nach. Eine Punkband, das ist ja zumindest schonmal nicht schlecht! Aber was ist das denn bitte? Das Ganze ist ja wohl eher als Joke gedacht, oder? Der „Song“, wenn man das denn so nennen mag, ist ja gerade mal 20 Sekunden lang. Ein paar mehr schlecht als recht geschrammelte Akkorde, der „Gesang“ verdient diese Bezeichnung auch nur bedingt. Naja, das ist wohl „echter Punk“ … 😉 Ich find’s ehrlich gesagt einfach nur schlecht.

    Meine Wertung: 1,5/5

  • Polkadot Cadaver – Pure Bedlam For Halfbreeds (von beetFreeQ)

    Songtitel und Bandname klingen schonmal reichlich skurril und der erste Eindruck bestätigt dies auch tatsächlich. Eine Mischung aus elektronischen Sounds und verzerrten Gitarren. Sehr nervöser Anfang, düstere Lyrics, die mit einer entsprechenden Stimme vorgetragen werden, allerdings ist das Ganze wohl ein wenig augenzwinkernd zu verstehen. Die Bridge vor dem Refrain ist sogar etwas melodischer geraten, aber im Refrain wird dann wieder losgeschrubbt. Nunja, ist leider auch nicht meins und deshalb meine ich: lässt mich kalt!

    Meine Wertung: 2/5

  • Lacuna Coil – The Pain (von Doro)

    Lacuna Coil, ebenfalls eine Band, die ich bisher zumindest vom Namen her kenne. Auch hier wieder zu Beginn elektronische Klänge, die sich bald mit Streichern und einem Gitarrenbrett vermischen. Die Sängerin hat ein ganz gute Stimme. Leider ist ganze Stück ziemlich gleichförmig mit den immer gleichen 4 Akkorden. Selbst der Refrain hebt sich hier nur wenig von der Strophe ab. Im letzten Drittel gibt es dann immerhin einen Part, in dem für etwa eine halbe Minute etwas höher gesungen wird, sozusagen der Höhepunkt des Songs. Das gefällt mir etwas besser, der Rest ist mir aber einfach zu gleichförmig. Kann ich mir mal anhören, muss ich aber nicht unbedingt.

    Meine Wertung: 2,5/5

  • Camille – La jeune fille aux cheveux blancs (von Yoko)

    Ein sparsam instrumentiertes, französisches Gesangsstück, das einige a capella-Anteile hat, aber es gibt auch noch elektronische Effekte und einen Bass im Hintergrund. Die Sängerin hat eine sehr gute Stimme, auch die Background-Vocals hören sich gut an. Ist ganz nett, reisst mich aber nicht vom Hocker. Ich stehe sowieso nicht besonders auf französischen Gesang. Von daher kann ich auch ganz gut verschmerzen, dass der Song fast ein wenig kurz geraten ist.

    Meine Wertung: 3/5

  • The Creepshow – Zombies Ate Her Brain (von Kasumi)

    Auch hier lassen Band und Titel Skurriles vermuten, musikalisch ist das Ganze dann allerdings doch deutlich gefälliger geraten, als bei Polkadot Cadaver! Der Anfang ist ein wenig auf 50er Jahre getrimmt mit „Uuuh-Aaah“-Backing Vocals, doch recht schnell wird der Song dann eher punkig. Die Sängerin und auch der Stil allgemein erinnert mich an Gwen Stefani / No Doubt. Auch hier gibt es wieder nicht ganz ernst gemeinte Lyrics über Zombies usw. Leider ist auch dieses Lied mit unter 2 Minuten ebenfalls recht kurz geraten. Gefällt mir aber trotzdem ganz gut und rettet für mich persönlich diese Runde!

    Meine Wertung: 4/5

Nunja, wieder eine sehr durchwachsene Runde mit größtenteils recht kurzen, aber dafür umso skurrileren Songs. Bei den Wertungen gab’s von mir eine stetige Steigerung von ersten bis zum letzten Lied um jeweils 0,5 Punkte, nur The Creepshow haben noch ’nen halben Punkt extra bekommen. 😉 Das ergibt einen Schnitt von 2,6 Punkten, also marginal besser als die letzten beiden Runden.

Als Neuvorschlag für die nächste Runde habe ich – extra für Ini 😉 – einen Song mit amtlichem Gitarrensolo ausgesucht: Fit To Be Tied (Video) von Jet Lag Gemini.

Und auch dazu wieder ein Download-Tipp: bei Doghouse Records gibt es einen kostenlosen Sampler mit 5 Songs von Jet Lag Gemini (inkl. Fit To Be Tied) und 6 weiteren Beiträgen befreundeter Bands.

Projekt Hörsturz – Runde 3

Nachdem in Runde 2 mit Abandon einer meiner Vorschläge mit einer durchschnittlichen Wertung von 3.225 ordentlich abgeräumt hat, heißt es nun „Ring frei!“ für Runde 3:

  • Black Strobe – I’m A Man (von endgueltig)

    Na, das fängt ja gleich mal gut an! Zunächst ein trockenes Bluesriff, später dann das fette Gitarrenbrett. Das sind ja alles von mir gern gehörte Zutaten. Ein ganz solider Song, aber so richtig begeistern kann er mich irgendwie nicht. Dazu ist mir das Ganze dann doch irgendwie zu gleichförmig. Geht aber auf jeden Fall in die richtige Richtung!

    Meine Wertung: 3,5/5

  • Malcolm McLaren – Double Dutch (von Postpunk)

    Ah ja! Der Song war ja neulich Gegenstand des Postpunk-Rätsels. Das war auch gleichzeitig buchstäblich das erste Mal, dass ich von Künstler sowie Song etwas gehört habe. Und auch wenn mich der Herr Postpunk weiterhin davon überzeugen will, dass wir musikalisch nicht soweit auseinanderliegen, wie ich in meinem Beitrag zu Runde 1 behauptet habe – mit diesem Song wird ihm das nicht gelingen! 😉

    Zugegeben, das Ganz ist schon irgendwie originell gemacht und vor allem der Refrain mit dem afrikanischen Chor hat gewissen Ohrwurmcharakter. Dafür gibt es auch zumindest noch ein paar Bonuspunkte. Aber dann kann ich mir eigentlich auch gleich nur die afrikanische Musik anhören, denn auf die Seilhüpfen-Sounds und Mr. McLarens Sprechgesang kann ich bestens verzichten.

    Meine Wertung: 2,5/5

  • Rasputina – Transylvanian Concubine (von cimddwc)

    Definitiv sehr ungewöhnlich, was einem hier zu Ohren dringt. Die Band hat mit Ihrem „Cello-Rock“ wohl ihre eigene Nische gefunden, die sie sich höchstens noch mit Apocalyptica teilen. Klingt ein wenig schräg das Ganze, und teilweise auch etwas hektisch. Der Chorus weiß aber zu gefallen. Ich weiß nicht, ob ich mir ein ganzes Album davon anhören könnte/würde. Aber der Song an sich ist ganz ok. Kann man sich mal anhören.

    Meine Wertung: 3/5

  • Bluejuice – Vitriol (von beam)

    Holla, das klingt aber ebenfalls ganz schön schräg! Und ist ebenso ungewöhnlich. Im ersten Moment habe ich den Eindruck die Jungs sind auf Speed. Aber das Teil hat einen coolen Groove! Da wippt nicht nur der Fuß mit, sondern gleich der ganze Kerl. Und die späteren Parts laden unweigerlich zum Mittanzen, -jubeln und -singen („Hey! Hey!“) ein. Das Ding macht einfach gute Laune! Für allerhöchste Wertungen reicht’s bei mir aber trozdem nicht, dazu ist mir das Ganze doch ein wenig zu schräg.

    Meine Wertung: 3,5/5

  • Café Sureal – No Comment (von Robert)

    Öhm ja. Elektronische Musik. Ist ja leider so gar nicht meins. Laut der Beschreibung bei YouTube Teil einer SciFi-Music-Story. Die mag vielleicht interessant sein, aber hier bewerten wir ja nur die Musik. Und die spricht mich leider überhaupt nicht an, sorry!

    Meine Wertung: 0/5

Hoppla, jetzt ist es also doch passiert: ich habe meine ersten 0 Punkte vergeben! Bisher hatte ich noch keinen Song schlechter als 1 bewertet. Ich habe mir jetzt aber wirklich überlegt, wofür der Song bei mir irgendwelche Punkte verdient hätte und es ist mir leider nix eingefallen. Das mag jetzt ziemlich hart klingen, aber ich möchte darauf hinweisen, dass das hier eine völlig subjektive Bewertung ist und ich kann mit dieser Art von Musik nunmal leider überhaupt nichts anfangen.

Die restlichen 4 Songs liegen wertungstechnisch recht nah beieinander. Der absolute Hit war für mich diesmal leider nicht dabei, aber immerhin 2 Songs aus dem gehobenen Mittelfeld, die ich mir gut mal anhören kann. Der Schnitt liegt somit diesmal mit 2,5 Punkten wieder wie letzte Runde genau in der Mitte, allerdings ist die Verteilung diesmal nicht ganz so extrem.

Fehlt also nur noch mein Vorschlag für die nächste Runde. Diesmal schicke ich We Shot The Moon in’s Rennen mit ihrem Song Sway Your Head.

Download-Tipp: zur Promotion des im Oktober erscheinenden zweiten Albums der Band gibt es momentan einen kostenlosen Digital Samper mit 3 Tracks aus dem neuen Album plus 3 Bonus-Songs, einer davon eben die Single Sway Your Head aus dem Debut Fear and Love.