Projekt Hörsturz – Runde 6

Schon wieder sind 2 Wochen um und es gibt wieder 5 neue Songs zu begutachten. Stürzen wir uns also ohne weitere Umschweife in die 6. Runde vom Projekt Hörsturz:

  • Jet Lag Gemini – Fit To Be Tied (von mir)

    Nach Abandon nun schon der 2. Vorschlag von mir, der es in die Auswahl geschafft hat. Auf Jet Lag Gemini bin ich durch den kostenlosen Free Mix aufmerksam geworden, der insgesamt 6 Songs der Band beinhaltet. Ich mag Gute-Laune-Punkrock, wie ihn JLG spielen generell sehr gerne und was mir an der Band sehr gut gefällt ist, dass sie Ihre Songs auch ein wenig abwechslungsreich arrangieren. Ich habe eine Weile überlegt, welchen Song der Band ich für das Projekt Hörsturz vorschlagen soll und „Fit To Be Tied“ bekam letztendlich vor allem wegen dem Intro und dem ausgedehnten Instrumental (inkl. Dragonforce-Gedächtnis-Part) den Vorzug.

    Meine Wertung: 4,5/5

  • Alestorm – Captain Morgan’s Revenge (von Sir Donnerbold)

    Piraten-Metal oder so. Die Idee ist ja ganz nett. Ist mir persönlich aber einen Tick zu hart. Der beste Part ist der Refrain, der sich wirklich anhört, als würde eine Bande Piraten einen Shanty grölen. Kann man sich mal anhören, werde ich aber sicher nicht öfter tun.

    Meine Wertung: 3/5

  • Nephew – Va Fangool! (von Doro)

    Anscheinend eine dänische Band und der Text ist auch größtenteils Dänisch, teilweise aber auch Englisch. Der Sound erinnert an Depeche Mode, was aber wohl kein Zufall ist, denn Martin Gore wird auch im Text erwähnt, in einem Atemzug mit Tony Soprano … 😉 Das Ganze ist eigentlich viel zu elektronisch für meinen Geschmack, aber ich muss dem Song – vor allem im Hinblick auf die Refrainmelodie („You’re never alone / Forever alone“) – einen gewissen Ohrwurmcharakter attestieren!

    Meine Wertung: 3,5/5

  • Ida Maria – I Like You So Much Better When Youre Naked (von kasumi)

    Rock’n’Roll, Baby! Sehr beschwingt das Ganze, auf jeden Fall ein Gute-Laune-Song! Die Sängerin hat stellenweise eine etwas rauhe Stimme, was aber ganz gut passt. Viel mehr kann ich dazu gar nicht schreiben, gefällt mir aber ganz gut!

    Meine Wertung: 4/5

  • Mutter – Der Krieg ist vorbei (von Postpunk)

    Jaja, der Herr Postpunk und seine ziemlich wörtliche Auffassung des Hörsturzes … Also der Gesang geht mir gleich mal tierisch auf die Nerven – sorry, aber der Typ kann echt nicht singen. Der Rest des Songs ist leider auch nicht besser. Die Schreie im Hintergrund aus den Filmausschnitten stören mich auch ziemlich, aber das ist wahrscheinlich beabsichtigt. Naja, den Refrain an sich kann man sich geradenoch anhören, allerdings wird der auch viel zu oft wiederholt. Ich find’s ziemlich schlecht …

    Meine Wertung: 1,5/5

Na also, diese Runde war auf jeden Fall wieder besser als die letzten … was aber nicht nur daran lag, dass mein eigener Vorschlag mit dabei war. Der Schnitt liegt diesmal bei sensationellen 3,3 Punkten, das ist ein persönlicher Rekord!

Mein Vorschlag für Runde 7: Weapon von Matthew Good aus dem großartigen Album Avalanche.

Projekt Hörsturz – Runde 5

Das Projekt Hörsturz ist immer für eine Überraschung gut. Und auch wenn die vergangene Runde musikalisch gesehen für mich nicht gerade überwältigend ausgefallen ist, habe ich immerhin ein mir bisher fremdes Musikgenre kennengelernt: Psychobilly! Dessen Vertreter The Creepshow bekamen nicht nur bei mir sondern, auch in der Gesamtwertung die meisten Punkte. Mal sehen, was der 5. Durchgang an musikalisch Wertvollem oder zumindest Interessantem zu bieten hat …

  • Bonaparte – Ego (von LemonHead)

    Der Anfang klingt leicht elektronisch mit geschrammelter, relativ cleaner E-Gitarre und einem kurz darauf einsetzenden, stampfendem Bass. Irgendwie scheint der Gitarrist nur einen Akkord zu kennen? Ist mir etwas zu monoton. Die Stimme erinnert mich an Brian Molko von Placebo, aber das ist nicht unbedingt ein gutes Omen. Ah, der Refrain … er kennt doch noch ein paar andere Akkorde. Naja, der Refrain klingt ganz ok, der Rest ist mir wie gesagt zu gleichförmig. Der Vergleich mit Placebo passt meiner Meinung nach auch insgesamt. Die mag ich allerdings auch nicht so besonders. Kann man sich anhören, muss man aber nicht.

    Meine Wertung: 3/5

  • Chevelle – Shameful Metaphors (von Inishmore)

    Chevelle kenne ich – zumindest dem Namen nach. Solche Musik (Post-Grunge u.ä.) höre ich ja durchaus gerne mal. Und auch das hier gefällt mir ganz gut. Ist auf jeden Fall schonmal abwechslungsreicher als Bonaparte … 😉 Die Strophe plätschert ganz angenehm vor sich hin, die Akkordfolge im Pre-Chorus finde ich ziemlich gut. Im Refrain drehen die Jungs dann nochmal ordentlich auf und geben uns das volle Brett. Ist zwar nicht der absolute Überhit, hat aber definitiv Potential und wird von mir sicher noch das ein oder andere Mal gehört werden!

    Meine Wertung: 4/5

  • Modeselektor feat. Puppetmastaz – Dark Side of The Sun (von Kamil)

    Der seltsame Name ließ schon Schlimmes erahnen und leider wurden meine Befürchtungen noch übertroffen. Im Hintergrund irgendwelche komischen Elektrosounds und darüber monotones Gerappe … sorry Kamil, aber das ist absolut nix für mich!

    Meine Wertung: 1/5

  • B-Complex – Beautiful Lies (von Kerstin)

    Drum’n’Bass, aha. Schon wieder so Elektro-Gedöns. Dadurch, dass das Ding im Mittelteil (ab 1:30) aber sogar eine Melodie zu bieten hat, bereitet es mir beim Hören doch weniger Schmerzen als erwartet und ich fühle mich sogar dazu geneigt, auf „lässt mich kalt“ noch einen halben Punkt draufzupacken. Ach, was bin ich heute wieder spendabel …

    Meine Wertung: 2,5/5

  • Rachid Tara – Garab (von Doro)

    Das Lied beginnt mit einer Art Buschgetrommel und auch als der Gesang einsetzt klingt es wie ein Stammesritus irgendeines Naturvolkes. Daran ändert sich auch im weitern Verlauf nicht mehr viel. Was ist das eigentlich für eine Sprache? Keine Ahnung. War die letzte Runde geprägt von eher kurzen und meist sehr skurrilen Stücken, so scheint mir das Motto dieser Runde „monoton und tendentiell zu lang“ zu sein – mit Ausname des 2. Songs …

    Meine Wertung: 2/5

Und wieder mal liegt mein Wertungsschnitt genau bei 2,5. Außer Chevelle war diese Runde für mich nichts besonderes dabei, aber besser ein guter Song als gar keiner! 😉

Jetzt fehlt nur noch mein Neuvorschlag für die nächste Runde. Da ich mir gerade das dazugehörige Album Decemberunderground gekauft habe, fällt meine Wahl diesmal auf Miss Murder von AFI (A Fire Inside).