Projekt Hörsturz – Runde 7

Na also! Mein Vorschlag aus der letzten Runde, Jet Lag Gemini, hat ganz gut abgeräumt und den 1. Platz belegt, sowie den 2. Platz in den Gesamtcharts! Das kann sich doch durchaus sehen lassen! Der beetFreeQ meint, ich träfe einfach meist den Geschmack der Teilnehmer. Ich unterstelle stattdessen einfach einem Großteil der Teilnehmer einen ähnlich exzellenten Musikgeschmack wie den meinigen, so dass die vergleichsweise hohen Wertungen meiner Vorschläge eigentlich nur die logische Folge dessen darstellen! 😉

Nun aber Vorhang auf für Projekt HörsturzRunde 7 – mit 5 neuen, potentiell ebenfalls exzellenten Songs:

  • Red – Already Over (von Konna)

    Als ich gesehen hatte, dass Konna einen Song von RED vorgeschlagen hat, habe ich gleich geschrieben, dass ich mich freuen würde, wenn der dabei wäre und siehe da: der Zufallsgenerator war uns wohlgesonnen und der Titel hat es in die Auswahl für diese Runde geschafft! Ich kenne die Band bereits, weil diese aus dem christlichen Sektor stammt, in dem ich mich ja des öfteren bewege. Den Song habe ich wahrscheinlich auch schonmal gehört, kenne ihn aber nicht wirklich gut. Es handelt sich um eine sehr melodiöse Powerballade mit Streichern und allem Drum und Dran. Ich vermute, dass der Song einigen Teilnehmern vielleicht ein wenig zu glatt produziert daherkommt, aber meinen Geschmack trifft der Song ziemlich gut, deshalb gibt es von mir auch fast die Höchstwertung!

    Meine Wertung: 4,5/5

  • Daniel Wirtz – Wo ich steh (von Tapedeck)

    Daniel Wirtz? Der Name sagt mir bislang nichts. Durch eine kurze Google-Recherche erfahre ich, dass es sich dabei um den Sänger der Band Sub7even handelt. Ok, die kenne ich natürlich, wenn auch nur durch die einzige Hitsingle „Weatherman“. Der Song soll wohl eine Abrechnung mit Polemikattacken diverser „Fans“ darstellen, bedient sich allerdings, vor allem gegen Ende des Songs, ähnlicher sprachlicher Mittel. Musikalisch gesehen würde ich den Song als ziemlich durchschnittlich bewerten. Das Teil rockt ganz ordentlich, der Gesang haut mich aber nicht unbedingt vom Hocker. Den Text finde ich stellenweise peinlich („Wau-Wau! Ich bin der Pitbull, du der Pudel. Kling-Kling! Ich bin der €uro, du der Rubel.“, „Ich bin der Apopokalyptischische Reiter“) und komm mir auch vor wie „Mittags RTL“.

    Meine Wertung: 3/5

  • Reinhard Mey – Ein Stück Musik von Hand gemacht (live) (von Stefan)

    Oha, Reinhard Mey! Den hätte ich beim Projekt Hörstürz ja nicht unbedingt erwartet. Mey ist für mich sowas wie der Prototyp des deutschen Liedermachers. Und dieser Song hat sozusagen etwas Autobiografisches an sich, stellt er doch eine Art Plädoyer für seine Zunft und seine Musik dar. Eben handgemachte Musik, was auch gerade durch dieses Live-Video sehr schön unterstrichen wird, mit sozialkritischen Texten, die den Zuhörer zum Nachdenken anregen will. Musikalisch gesehen grundsolide, aber für die Aussage des Liedes, der ich nur zustimmen kann, gibt es von mir noch Bonuspunkte!

    Meine Wertung: 4/5

  • Bromheads Jacket – Fight Music for the Fight (von Kamil)

    Bromhead Jackets? Noch nie gehört. Lo-Fi Rock, der mich an die White Stripes, Arctic Monkeys, Franz Ferdinand und wie sie alle heißen erinnert. Ist ganz ok, mir persönlich aber ein bisschen zu wenig ausgefeilt. Kann man sich aber mal anhören und ist ja auch nicht zu lang. 😉

    Meine Wertung: 3/5

  • Utada Hikaru – Sanctuary (von Melli)

    Sphärische Klänge zu Beginn, den einsetzen Rhythmus empfinde ich als etwas verwirrend. Klarer Fall: die Dame kann zumindest singen! Ich vermisse allerdings ein bisschen eine klare Melodieführung. Einzelne japanische(?) Textpassagen verleihen dem Song eine gewise Exotik Für ein „Sanctuary“ klingt mir das Ganze aber ein bisschen zu unruhig und chaotisch.

    Meine Wertung: 2,5/5

Wertungstechnisch setzt sich der Trend der letzten Runde weiter fort. Der Schnitt liegt erneut bei überdurchschnittlichen 3,3 Punkten! Und das liegt meiner Meinung nach nicht daran, dass ich in letzter Zeit spendabler mit den Punkten bin, sondern dass die Songs der letzten beiden Runden tatsächlich einfach besser meinen Geschmack getroffen haben.

Mein Vorschlag für die nächste Runde: The Miracle In July von Saybia. Obwohl der Titels anderes vermuten lässt ein Song, der meiner Meinung nach gut in den November passt …

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