Wintersleep

Nein, ich bin nicht in einen Winterschlaf verfallen! Allerdings habe ich mir in den vergangenen 2 Wochen tatsächlich vermehrt Bettruhe gegönnt, um eine Rippenfellentzündung auszukurieren …

Aber das soll eigentlich nicht das Thema dieses Beitrags sein, vielmehr will ich einen Song der kanadischen Indie-Rockband Wintersleep vorstellen:

Der Song heißt Weighty Ghost, stammt aus dem Album Welcome To The Night Sky und ist bei RCRD LBL sogar als kostenloser Download verfügbar. Wer Indie-Bands wie Arcade Fire, Band of Horses, Bright Eyes oder Fleet Foxes mag, sollte mal reinhören!

Ich habe den Song entdeckt, als ich das diesjährige NHL All-Star Game angeschaut habe. Er wurde zur Untermalung des Intro-Videos verwendet – eine Hommage an die legendären Spieler aus den „Glory Days“ der Montreal Canadies, die diese Saison ihr 100-jähriges Clubjubiläum feiern. Im Rahmen dieser Feierlichkeiten fand dieses Jahr auch das All-Star Game in Montreal statt. Der Song ist natürlich auch eine schöne Anspielung auf die „Geister einer erfolgreichen Vergangenheit“, denen man in Montreal immer noch nachjagt, in Erinnerung an eine Ära, in der die Canadiens die Liga dominierten und einen Großteil der insgesamt 24 Stanley-Cup-Titel des Clubs holten – eine Marke, die bis heute noch kein anderes Team übertreffen konnte.

Die neueste Wintersleep-Single, Archaeologists, gibt es übrigens ebenfalls als Gratis-Download und ist mindestens genauso empfehlenswert …

Die Reise der Pinguine

… geht noch weiter, doch der Höhenflug der Flyers ist beendet!

Pittsburgh schlägt Philly in 5 Spielen und steht nach 16 Jahren erstmals wieder im Stanley Cup Finale.

Nachdem Pittsburgh die ersten 3 Spiele der Serie gewann, konnte Philadelphia wenigstens noch das 2. Heimspiel für sich entscheiden und so zumindest ein weiteres Spiel erzwingen. Doch im 5. Spiel in Pittsburgh drehten die Penguins dann nochmal richtig auf und schossen die Flyers mit einem deutlichen 6:0 endgültig ab. Die Pens rund um die Stars Sidney Crosby, Evgeni Malkin, Marian Hossa, Jordan Staal und Keeper Marc-Andre Fleury zeigten sich in den Playoffs, wie auch bereits in der Vorrunde, in bestechender Form und stehen völlig zurecht im Finale um die begehrteste Eishockey-Trophäe.

Die Flyers wiederum können mit ihrem Abschneiden diese Saison mehr als zufrieden sein. Kaum jemand hätte ihnen zugetraut, so weit zu kommen. Nicht zuletzt nach der desaströsen Leistung, die das Team letzte Saison abgeliefert hatte. Zudem musste man in den Playoffs komplett auf den verletzten Star Simon Gagne verzichten und beinahe die gesamte Serie gegen Pittsburgh fehlten verletzungsbedingt die beiden Top-Verteidiger Kimmo Timonen und Braydon Coburn. In Bestbesetzung hätten die Flyers auch das Duell mit den Erzrivalen aus Pittsburgh vielleicht etwas spannender gestalten können. Aber egal, dieses Team hat auf jeden Fall Zukunft, denn es besteht aus vielen jungen Spielern wie Mike Richards, Jeff Carter, R.J. Umberger, Joffrey Lupul, Scottie Upshall oder Scott Hartnell, die diese Saison schon einen großen Beitrag zum Erfolg geleistet haben, aber (hoffentlich) noch lange nicht auf dem Höhepunkt ihrer Karriere angelangt sind.

Auf wen die Penguins im Stanley Cup Finale treffen, entscheidet sich erst noch in den nächsten Tagen, da die Dallas Stars durch 2 Siege in Folge Detroits Führung in der Best-of-7-Serie auf 3:2 verkürzen konnte. Ich denke aber trotzdem, dass sich die Red Wings die Finalteilnahme nicht mehr nehmen lassen werden.

Die Eishockey-WM in Kanada ist derweil auch zu Ende gegangen. Russland holte in der Verlängerung Gold gegen Gastgeber Kanada und Finnland bezwang Schweden im Bruderduell um die Bronzemedaille.

Die deutsche Nationalmannschaft verpasste leider den Einzug in’s Viertelfinale und somit die direkte Qualifikation für Olympia 2010, aber mit Siegen gegen die Slovakei und Lettland lieferte man zumindest eine halbwegs akzeptable Leistung ab.

Flyin‘ High

Sie haben es geschafft! Die Philadelphia Flyers haben die Montréal Canadiens in 5 Spielen besiegt und stehen nun im Eastern Conference Finale.

Die Serie verlief ähnlich der ersten Runde der Flyers gegen die Washington Capitals: im ersten Spiel in Montréal führte man nach dem 1. Drittel schon 2:0, doch den Kanadiern gelang im Mittelabschnitt der Ausgleich. Anfang des 3. Drittels ging Philadelphia dann gleich wieder in Führung und hätte diese auch beinahe über die Zeit gerettet, doch gut eine Minute vor Schluß gab es noch einmal eine Strafzeit gegen die Flyers. 30 sek vor dem Schlußpfiff kam es dann zum Bully im Drittel der Flyers, bei dem Jeff Carters Stock zerbrach! Dadurch kamen die Canadiens an die Scheibe und Alexei Kovalev erzielte den Ausgleichstreffer. Nicht ganz eine Minute in der Verlängerung erzielte Tom Kostopoulos dann den Siegtreffer für die Habs. Da kann man nur sagen: dumm gelaufen!

Doch wie schon gegen Washington konnten die Flyers dann das 2. Auswärtsspiel und die beiden Heimspiele für sich entscheiden und benötigten somit nur noch einen weiteren Sieg, um in das Conference Finale einzuziehen. Doch anders als in der ersten Runde, als sie 2 Chancen vergaben und es zum alles entscheidenden 7. Spiel kam, welches dramatischerweise dann auch erst in der Verlängerung entschieden wurde, nutzte das Team diesmal die Gunst der Stunde und machte im 5. Spiel in Montréal den Sack zu und stürzte die eishockeyverrückten Kanadier in’s tiefe Tal der Tränen.

Es war insgesamt eine gute Serie bei der es auf beiden Seiten einige (un)glückliche Tore gab. Entscheidend war letztendlich wohl auch die Leistung der beiden Torhüter: auf Seiten der Flyers der in Montréal geborene Martin Biron, der eine exzellente Leistung ablieferte und Rookie Carey Price im Tor der Habs, der nicht ganz so spektulär hielt wie in der Vorrunde bzw. in der 1. Runde gegen Boston und in Spiel 4 sogar durch Backup Jaroslav Halak ersetzt wurde. Man darf aber nicht vergessen, dass Price mit seinen gerade mal 20 Jahren erst am Beginn seiner Karriere steht und man von einem so jungen Spieler keine Wunder erwarten darf.

Jetzt können die Flyers erst einmal ein wenig verschnaufen und abwarten, gegen wen sie im Conference Finale antreten dürfen. Im Moment sieht es stark nach einer Neuauflage des „Battle of Pennsylvania“ gegen die Lokalrivalen aus Pittsburgh aus. Zu dieser Begegnung wäre es ja beinahe schon in der 1. Runde gekommen, hätte Montréal den Penguins nicht noch den Eastern Conference Titel streitig gemacht und wäre Philadelphia statt auf dem 6. nur auf dem 7. oder 8. Rang gelandet. Die Penguins haben in ihrer Serie gegen die New York Rangers schon 3:0 geführt, doch die „Broadway Blueshirts“ haben mit einem Sieg im 4. Spiel erstmal ihre Chancen gewahrt und werden auch weiterhin kämpfen. In der Historie der NHL ist es bislang allerdings nur 2 Teams jemals geglückt, nach einem 3:0 Rückstand doch noch mit 4 aufeinanderfolgenden Siegen die Serie für sich zu entscheiden.

Egal auf wen die Flyers letztendlich treffen werden, spannende Duelle sind auf jeden Fall garantiert! Die Saisonbilanz gegen die beiden Divisionsrivalen lässt die Flyers-Fans jedenfalls hoffen: gegen die Penguins mit den beiden Überfliegern Sidney Crosby und Evgeni Malkin gab es 5 Siege aus 8 Partien und gegen die Rangers immerhin 3 aus 8, wobei allerdings die Hälfte der Spiele erst in der Verlängerung oder einem Shootout entschieden wurden.

Go Flyers! 🙂

Weniger Positives lässt sich leider von der Deutschen Nationalmannschaft bei der parallel in Kanada stattfindenden Eishockeyweltmeisterschaft berichten. Das Team von Uwe Krupp unterlag im Auftaktspiel gegen Finnland ziemlich deutlich mit 5:1. Wobei das Ergebnis dem Spiel nicht so ganz gerecht wird. Die Deutschen konnten einigermaßen gut mithalten und zwischenzeitlich auch mal auf 2:1 verkürzen, mussten sich letztendlich aber doch den routinierteren Finnen geschlagen geben. Solange aber wenigstens im 3. Spiel gegen Norwegen ein Sieg eingefahren werden kann, sollte zumindest die Zwischenrunde und somit der Klassenerhalt gesichert sein. Und dann schaun mer einfach mal, was noch geht … 😉

The Heat Is On

Ich bin wieder im Eishockeyfieber! Denn seit gut 2 Wochen sind nun schon die Playoffs in der NHL im Gange und aus Sicht meines Lieblings-Teams, der Philadelphia Flyers, lässt sich durchaus Positives berichten.

Nach dem desaströsen Abschneiden in der vergangenen Spielzeit (negativer Clubrekord in der Jubiläumssaison mit schlechtester Punkteausbeute der gesamten Liga) wurde das Team im Sommer durch intelligente Spielerverpflichtungen von General Manager Paul Holmgren gezielt verstärkt und restrukturiert. Dies schien sich zunächst auch prompt auszuzahlen und die Flyers waren wieder ganz gut dabei. Im Februar gab es dann eine Niederlagenserie mit 10 Spielen ohne Sieg, wodurch letztendlich auch die Teilnahme an den Playoffs in ernsthafte Gefahr geriet. Das Rennen um die letzten Playoffplätze im Osten war an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten und die Flyers sicherten sich mit einem starken Endspurt letztendlich noch den 6. Platz.

In der 1. Runde trafen Sie dann auf die Washington Capitals, das „Team der Stunde“. Nach einem desaströsen Start in die Saison feuerten die Caps Ende November ihren Coach und arbeiteten sich in der 2. Hälfte der Sasion dann langsam nach vorne. Durch eine sensationelle Serie von 11 Siegen aus den letzten 12 Spielen konnten sie dann sogar noch die Carolina Hurricanes vom 1. Platz der Southeast Division verdrängen und so die Teilnahme an den Playoffs sichern. Das alles war natürlich vor allem der Verdienst von Superstar Alexander Ovechkin, der in der Vorrunde ligaweit die meisten Tore (65) und Punkte (112) erzielte, und Goalie Christobal Huet (ehemals Adler Mannheim!), der zur Trade Deadline im März von Montréal gekommen war und sofort zur Nr. 1 im Tor der Capitals wurde.

Eine durchaus interessante Paarung also, für die die meisten Experten einen knappen Ausgang vorhersagten. Die meisten tippten allerdings auf Ovechkins Capitals. Doch am Ende kam es doch ganz anders: nachdem das Auftaktspiel an die Caps ging, gewannen die Flyers das 2. Spiel in Washington und nachdem sie auch die beiden Heimspiele in Philadelphia für sich entscheiden konnten, stand es in der Serie auf einmal 3:1 und die Capitals vor dem frühen Aus. Leider gelang es den Flyers in Spiel 5 und 6 aber nicht, den Sack zuzumachen und so kam es zum entscheidenden 7. Spiel in Washington. Dieses gewannen die Flyers dann gestern abend in gewohnt dramatischer Art und Weise durch Joffrey Lupuls Powerplaytor in der Verlängerung und stehen nun also in der 2. Runde.

Dort treffen sie nun auf die Montréal Canadiens, das beste Vorrundenteam des Ostens, die sich in der 1. Runde gegen die alten „Original Six“ Rivalen aus Boston allerdings auch schwerer taten als erwartet. Auch wenn die „Habs“ auf dem Papier das bessere Team zu sein scheinen, wird es interessant sein, zu sehen, wie die technisch starken Jungspunde aus Montréal mit den kampfstarken und etwas erfahreneren Flyers zurechtkommen werden. Und auch diese beiden Teams haben bereits eine gemeinsame Historie.

Ich drücke den Flyers jedenfalls weiterhin die Daumen und freue mich auf noch einige interessante Spiele, bis Anfang Juni eines der verbliebenen 8 Teams den Stanley Cup in die Höhe stemmen wird. Und dank Internet gibt es mittlerweile auch für uns Europäer genug Möglichkeiten, sich die Highlights, Analysen und komplette Spiele anzuschauen.

Parallel zu den NHL Playoffs findet vom 02.-18. Mai auch noch die Eishockey Weltmeisterschaft in Kanada statt. Aufgrund der Zeitverschiebung von -7 Stunden werde ich zwar nur wenige Liveübertragungen genießen können, aber trotzdem bin ich gespannt, wie die deutsche Nationalmannschaft dieses Jahr abschneiden wird.

Und direkt im Anschluß an die Stanley Cup Playoffs geht es dann auch gleich mit der Fußball Europameisterschaft weiter. Da freut sich der Sofa-Sportler! 😀

Win Some, Lose Some

2007 scheint ein sportlich erfolgreiches Jahr für Baden zu werden! Die SG Kronau/Östringen scheiterte zwar unlängst zum zweiten Mal in Folge knapp im Finale des Handball-Pokals, dafür ist jedoch der Aufstieg des Karlsruher SC in die Bundesliga nach 9-jähriger Abstinenz so gut wie perfekt, dem SC Freiburg steht die Tür in die 1. Liga ebenfalls noch einen Spalt weit offen und die Adler Mannheim sicherten sich gestern abend ihren 6. Meistertitel und damit sogar das Double – ein Novum in der Geschichte des deutschen Eishockeys! 🙂

Der Triumph der Adler tröstet mich wenigstens etwas über das katastrophale Abschneiden „meiner“ Philadelphia Flyers hinweg, die dieses Jahr zum 40-jährigen Jubiläum des Clubs die schlechteste Saison der Vereinsgeschichte hinlegten und mit Abstand Letzter der gesamten Liga wurden. 😦

Doch es ist bekanntlich nichts so schlecht, dass nicht auch noch etwas Gutes dabei heraus kommen kann! Das Draft-System der NHL, mit dem sich die Clubs die Rechte an Nachwuchsspielern sichern können, sieht nämlich vor, dass die schlechtplatziertesten Teams der vergangenen Saison im Draft zuerst an die Reihe kommen. So können sich die Flyers nun dieses Jahr an 2. Stelle nach den Chicago Blackhawks ein Top-Talent herauspicken. Auch wenn diese Saison wohl kein kommender Superstar vom Schlage eines Sid Crosby, Alexander Ovechkin oder Evgeni Malkin zur Auswahl steht. Wobei man das ja im Vorfeld nie so ganz sicher sagen kann, denn das wahre Potenzial der meisten Spieler offenbart sich erst im Laufe der Zeit …

NHL All-Star Game 2007

Am Mittwoch fand in Dallas das 55. NHL All-Star Game statt. Und da die NHL mittlerweile eine Partnerschaft mit YouTube eingegangen ist, gibt es die Höhepunkte im NHL-Channel zu sehen:

Ebenso die Highlights aus dem YoungStars Game (U25) von Dienstag:

Bei YouTube gibt es nun generell die Highlighs der einzelnen Partien, aber auch Specials wie die Tore und Paraden der Woche, oder wie hier ein Rückblick auf die erste Hälfte der laufenden Saison:

Doch auch bei Google Video gibt es neuerdings exklusiven, von der NHL lizensierten Content: alle Spiele der laufenden Saison in voller Länge(!) soll man sich nun bei NHL on Google Video anschauen können. Einziger Haken dabei: die Spiele werden erst mit einiger Verzögerung online gestellt. So sind die neusten Spiele, die man auf der Startseite findet, vom 18. Januar, also gut 1 Woche alt. Schaut man dann in die Archive für die einzelnen Teams, so sind hier die neuesten Spiele aus den ersten beiden Dezember-Wochen. Schade! Zumindest eine möglichst zeitnahe Bereitstellung der Spielaufzeichnungen wäre wünschenswert gewesen. Naja, mal abwarten, vielleicht wird das ja in Zukunft noch besser. Außerdem wird man sich wohl sowieso nicht allzu oft ein Spiel in kompletter Länge am Rechner in einer relativ kleinen Auflösung anschauen.

Als kleinen Bonus gibt es bei Google Video aber nicht nur Spiele der aktuellen Saison, sondern auch ein paar echte Klassiker aus früheren Playoff-Serien, wie z.B. das entscheidende 6. Spiel der Endspiel-Serie 1974, in dem die Philadelphia Flyers mit einem 1:0-Sieg gegen die Boston Bruins zum ersten Mal den Stanley Cup holten:

Das werd ich mir vielleicht tatsächlich mal komplett anschauen. Vor allem, da die Spiele der Flyers in der aktuellen Saison ungleich weniger Anlass zur Euphorie geben …

Alexander the Gr8

Nein, in diesem Post geht es nicht um den großen makedonischen König und Feldherrn, sondern vielmehr um den russischen Eishockey-Jungstar Alexander Ovechkin.

Der gerade mal 20-jährige Nationalspieler hat seine erste Saison in der NHL absolviert und belegte mit 52 Toren und 106 Punkten auf Anhieb den jeweils 3. Platz in der Scorer- sowie der Torschützenwertung. Viele sehen in ihm bereits den nächsten großen Superstar.

Aber ein Tor hat Fans und Kritiker auf der ganzen Welt besonders beeindruckt:


(Direktlink)

Der absolute Wahnsinn!

Wer noch mehr spektakuläre Spielszenen von und mit Alexander Ovechkin sehen will, der sollte bei Google Video einfach mal nach „ovechkin“ suchen … es lohnt sich!