Projekt Hörsturz – Runde 5

Das Projekt Hörsturz ist immer für eine Überraschung gut. Und auch wenn die vergangene Runde musikalisch gesehen für mich nicht gerade überwältigend ausgefallen ist, habe ich immerhin ein mir bisher fremdes Musikgenre kennengelernt: Psychobilly! Dessen Vertreter The Creepshow bekamen nicht nur bei mir sondern, auch in der Gesamtwertung die meisten Punkte. Mal sehen, was der 5. Durchgang an musikalisch Wertvollem oder zumindest Interessantem zu bieten hat …

  • Bonaparte – Ego (von LemonHead)

    Der Anfang klingt leicht elektronisch mit geschrammelter, relativ cleaner E-Gitarre und einem kurz darauf einsetzenden, stampfendem Bass. Irgendwie scheint der Gitarrist nur einen Akkord zu kennen? Ist mir etwas zu monoton. Die Stimme erinnert mich an Brian Molko von Placebo, aber das ist nicht unbedingt ein gutes Omen. Ah, der Refrain … er kennt doch noch ein paar andere Akkorde. Naja, der Refrain klingt ganz ok, der Rest ist mir wie gesagt zu gleichförmig. Der Vergleich mit Placebo passt meiner Meinung nach auch insgesamt. Die mag ich allerdings auch nicht so besonders. Kann man sich anhören, muss man aber nicht.

    Meine Wertung: 3/5

  • Chevelle – Shameful Metaphors (von Inishmore)

    Chevelle kenne ich – zumindest dem Namen nach. Solche Musik (Post-Grunge u.ä.) höre ich ja durchaus gerne mal. Und auch das hier gefällt mir ganz gut. Ist auf jeden Fall schonmal abwechslungsreicher als Bonaparte … 😉 Die Strophe plätschert ganz angenehm vor sich hin, die Akkordfolge im Pre-Chorus finde ich ziemlich gut. Im Refrain drehen die Jungs dann nochmal ordentlich auf und geben uns das volle Brett. Ist zwar nicht der absolute Überhit, hat aber definitiv Potential und wird von mir sicher noch das ein oder andere Mal gehört werden!

    Meine Wertung: 4/5

  • Modeselektor feat. Puppetmastaz – Dark Side of The Sun (von Kamil)

    Der seltsame Name ließ schon Schlimmes erahnen und leider wurden meine Befürchtungen noch übertroffen. Im Hintergrund irgendwelche komischen Elektrosounds und darüber monotones Gerappe … sorry Kamil, aber das ist absolut nix für mich!

    Meine Wertung: 1/5

  • B-Complex – Beautiful Lies (von Kerstin)

    Drum’n’Bass, aha. Schon wieder so Elektro-Gedöns. Dadurch, dass das Ding im Mittelteil (ab 1:30) aber sogar eine Melodie zu bieten hat, bereitet es mir beim Hören doch weniger Schmerzen als erwartet und ich fühle mich sogar dazu geneigt, auf „lässt mich kalt“ noch einen halben Punkt draufzupacken. Ach, was bin ich heute wieder spendabel …

    Meine Wertung: 2,5/5

  • Rachid Tara – Garab (von Doro)

    Das Lied beginnt mit einer Art Buschgetrommel und auch als der Gesang einsetzt klingt es wie ein Stammesritus irgendeines Naturvolkes. Daran ändert sich auch im weitern Verlauf nicht mehr viel. Was ist das eigentlich für eine Sprache? Keine Ahnung. War die letzte Runde geprägt von eher kurzen und meist sehr skurrilen Stücken, so scheint mir das Motto dieser Runde „monoton und tendentiell zu lang“ zu sein – mit Ausname des 2. Songs …

    Meine Wertung: 2/5

Und wieder mal liegt mein Wertungsschnitt genau bei 2,5. Außer Chevelle war diese Runde für mich nichts besonderes dabei, aber besser ein guter Song als gar keiner! 😉

Jetzt fehlt nur noch mein Neuvorschlag für die nächste Runde. Da ich mir gerade das dazugehörige Album Decemberunderground gekauft habe, fällt meine Wahl diesmal auf Miss Murder von AFI (A Fire Inside).

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Projekt Hörsturz – Runde 4

Das Projekt Hörsturz befindet sich mittlerweile schon in der vierten Runde. Und da ich die kommende Woche viel zu tun habe, will ich diesmal meine Bewertungen etwas zeitiger einreichen. In diesem Sinne: „Los geht’s!“

  • NOFX – I Wanna Be an Alcoholic (von Tobi)

    NOFX kenne ich zumindest dem Namen nach. Eine Punkband, das ist ja zumindest schonmal nicht schlecht! Aber was ist das denn bitte? Das Ganze ist ja wohl eher als Joke gedacht, oder? Der „Song“, wenn man das denn so nennen mag, ist ja gerade mal 20 Sekunden lang. Ein paar mehr schlecht als recht geschrammelte Akkorde, der „Gesang“ verdient diese Bezeichnung auch nur bedingt. Naja, das ist wohl „echter Punk“ … 😉 Ich find’s ehrlich gesagt einfach nur schlecht.

    Meine Wertung: 1,5/5

  • Polkadot Cadaver – Pure Bedlam For Halfbreeds (von beetFreeQ)

    Songtitel und Bandname klingen schonmal reichlich skurril und der erste Eindruck bestätigt dies auch tatsächlich. Eine Mischung aus elektronischen Sounds und verzerrten Gitarren. Sehr nervöser Anfang, düstere Lyrics, die mit einer entsprechenden Stimme vorgetragen werden, allerdings ist das Ganze wohl ein wenig augenzwinkernd zu verstehen. Die Bridge vor dem Refrain ist sogar etwas melodischer geraten, aber im Refrain wird dann wieder losgeschrubbt. Nunja, ist leider auch nicht meins und deshalb meine ich: lässt mich kalt!

    Meine Wertung: 2/5

  • Lacuna Coil – The Pain (von Doro)

    Lacuna Coil, ebenfalls eine Band, die ich bisher zumindest vom Namen her kenne. Auch hier wieder zu Beginn elektronische Klänge, die sich bald mit Streichern und einem Gitarrenbrett vermischen. Die Sängerin hat ein ganz gute Stimme. Leider ist ganze Stück ziemlich gleichförmig mit den immer gleichen 4 Akkorden. Selbst der Refrain hebt sich hier nur wenig von der Strophe ab. Im letzten Drittel gibt es dann immerhin einen Part, in dem für etwa eine halbe Minute etwas höher gesungen wird, sozusagen der Höhepunkt des Songs. Das gefällt mir etwas besser, der Rest ist mir aber einfach zu gleichförmig. Kann ich mir mal anhören, muss ich aber nicht unbedingt.

    Meine Wertung: 2,5/5

  • Camille – La jeune fille aux cheveux blancs (von Yoko)

    Ein sparsam instrumentiertes, französisches Gesangsstück, das einige a capella-Anteile hat, aber es gibt auch noch elektronische Effekte und einen Bass im Hintergrund. Die Sängerin hat eine sehr gute Stimme, auch die Background-Vocals hören sich gut an. Ist ganz nett, reisst mich aber nicht vom Hocker. Ich stehe sowieso nicht besonders auf französischen Gesang. Von daher kann ich auch ganz gut verschmerzen, dass der Song fast ein wenig kurz geraten ist.

    Meine Wertung: 3/5

  • The Creepshow – Zombies Ate Her Brain (von Kasumi)

    Auch hier lassen Band und Titel Skurriles vermuten, musikalisch ist das Ganze dann allerdings doch deutlich gefälliger geraten, als bei Polkadot Cadaver! Der Anfang ist ein wenig auf 50er Jahre getrimmt mit „Uuuh-Aaah“-Backing Vocals, doch recht schnell wird der Song dann eher punkig. Die Sängerin und auch der Stil allgemein erinnert mich an Gwen Stefani / No Doubt. Auch hier gibt es wieder nicht ganz ernst gemeinte Lyrics über Zombies usw. Leider ist auch dieses Lied mit unter 2 Minuten ebenfalls recht kurz geraten. Gefällt mir aber trotzdem ganz gut und rettet für mich persönlich diese Runde!

    Meine Wertung: 4/5

Nunja, wieder eine sehr durchwachsene Runde mit größtenteils recht kurzen, aber dafür umso skurrileren Songs. Bei den Wertungen gab’s von mir eine stetige Steigerung von ersten bis zum letzten Lied um jeweils 0,5 Punkte, nur The Creepshow haben noch ’nen halben Punkt extra bekommen. 😉 Das ergibt einen Schnitt von 2,6 Punkten, also marginal besser als die letzten beiden Runden.

Als Neuvorschlag für die nächste Runde habe ich – extra für Ini 😉 – einen Song mit amtlichem Gitarrensolo ausgesucht: Fit To Be Tied (Video) von Jet Lag Gemini.

Und auch dazu wieder ein Download-Tipp: bei Doghouse Records gibt es einen kostenlosen Sampler mit 5 Songs von Jet Lag Gemini (inkl. Fit To Be Tied) und 6 weiteren Beiträgen befreundeter Bands.

Projekt Hörsturz – Runde 3

Nachdem in Runde 2 mit Abandon einer meiner Vorschläge mit einer durchschnittlichen Wertung von 3.225 ordentlich abgeräumt hat, heißt es nun „Ring frei!“ für Runde 3:

  • Black Strobe – I’m A Man (von endgueltig)

    Na, das fängt ja gleich mal gut an! Zunächst ein trockenes Bluesriff, später dann das fette Gitarrenbrett. Das sind ja alles von mir gern gehörte Zutaten. Ein ganz solider Song, aber so richtig begeistern kann er mich irgendwie nicht. Dazu ist mir das Ganze dann doch irgendwie zu gleichförmig. Geht aber auf jeden Fall in die richtige Richtung!

    Meine Wertung: 3,5/5

  • Malcolm McLaren – Double Dutch (von Postpunk)

    Ah ja! Der Song war ja neulich Gegenstand des Postpunk-Rätsels. Das war auch gleichzeitig buchstäblich das erste Mal, dass ich von Künstler sowie Song etwas gehört habe. Und auch wenn mich der Herr Postpunk weiterhin davon überzeugen will, dass wir musikalisch nicht soweit auseinanderliegen, wie ich in meinem Beitrag zu Runde 1 behauptet habe – mit diesem Song wird ihm das nicht gelingen! 😉

    Zugegeben, das Ganz ist schon irgendwie originell gemacht und vor allem der Refrain mit dem afrikanischen Chor hat gewissen Ohrwurmcharakter. Dafür gibt es auch zumindest noch ein paar Bonuspunkte. Aber dann kann ich mir eigentlich auch gleich nur die afrikanische Musik anhören, denn auf die Seilhüpfen-Sounds und Mr. McLarens Sprechgesang kann ich bestens verzichten.

    Meine Wertung: 2,5/5

  • Rasputina – Transylvanian Concubine (von cimddwc)

    Definitiv sehr ungewöhnlich, was einem hier zu Ohren dringt. Die Band hat mit Ihrem „Cello-Rock“ wohl ihre eigene Nische gefunden, die sie sich höchstens noch mit Apocalyptica teilen. Klingt ein wenig schräg das Ganze, und teilweise auch etwas hektisch. Der Chorus weiß aber zu gefallen. Ich weiß nicht, ob ich mir ein ganzes Album davon anhören könnte/würde. Aber der Song an sich ist ganz ok. Kann man sich mal anhören.

    Meine Wertung: 3/5

  • Bluejuice – Vitriol (von beam)

    Holla, das klingt aber ebenfalls ganz schön schräg! Und ist ebenso ungewöhnlich. Im ersten Moment habe ich den Eindruck die Jungs sind auf Speed. Aber das Teil hat einen coolen Groove! Da wippt nicht nur der Fuß mit, sondern gleich der ganze Kerl. Und die späteren Parts laden unweigerlich zum Mittanzen, -jubeln und -singen („Hey! Hey!“) ein. Das Ding macht einfach gute Laune! Für allerhöchste Wertungen reicht’s bei mir aber trozdem nicht, dazu ist mir das Ganze doch ein wenig zu schräg.

    Meine Wertung: 3,5/5

  • Café Sureal – No Comment (von Robert)

    Öhm ja. Elektronische Musik. Ist ja leider so gar nicht meins. Laut der Beschreibung bei YouTube Teil einer SciFi-Music-Story. Die mag vielleicht interessant sein, aber hier bewerten wir ja nur die Musik. Und die spricht mich leider überhaupt nicht an, sorry!

    Meine Wertung: 0/5

Hoppla, jetzt ist es also doch passiert: ich habe meine ersten 0 Punkte vergeben! Bisher hatte ich noch keinen Song schlechter als 1 bewertet. Ich habe mir jetzt aber wirklich überlegt, wofür der Song bei mir irgendwelche Punkte verdient hätte und es ist mir leider nix eingefallen. Das mag jetzt ziemlich hart klingen, aber ich möchte darauf hinweisen, dass das hier eine völlig subjektive Bewertung ist und ich kann mit dieser Art von Musik nunmal leider überhaupt nichts anfangen.

Die restlichen 4 Songs liegen wertungstechnisch recht nah beieinander. Der absolute Hit war für mich diesmal leider nicht dabei, aber immerhin 2 Songs aus dem gehobenen Mittelfeld, die ich mir gut mal anhören kann. Der Schnitt liegt somit diesmal mit 2,5 Punkten wieder wie letzte Runde genau in der Mitte, allerdings ist die Verteilung diesmal nicht ganz so extrem.

Fehlt also nur noch mein Vorschlag für die nächste Runde. Diesmal schicke ich We Shot The Moon in’s Rennen mit ihrem Song Sway Your Head.

Download-Tipp: zur Promotion des im Oktober erscheinenden zweiten Albums der Band gibt es momentan einen kostenlosen Digital Samper mit 3 Tracks aus dem neuen Album plus 3 Bonus-Songs, einer davon eben die Single Sway Your Head aus dem Debut Fear and Love.

Projekt Hörsturz – Runde 2

Das Projekt Hörsturz befindet sich bereits in der 2. Runde und bevor morgen die entsprechende Auswertung erfolgt und die 3. Runde eingeläutet wird, gibt es nun auch noch meinen Beitrag dazu:

  • Abandon – Providence (von mir – kostenloser Download!)

    Ich habe mich sehr gefreut, dass es diesmal einer meiner Vorschläge in die Auswahl geschafft hat und soweit ich bisher gesehen habe, kam er größtenteils auch ganz gut an. Ich selbst bin recht begeistert von dem Song, deshalb habe ich ihn ja auch vorgeschlagen. Mit dem explosiven Intro hat mich der Song sofort in seinen Bann gezogen. Der treibende Beat und der Drive des Songs gefallen mir, ebenso wie die eingängige Melodie und der Gesang. Etwas zu sehr Mainstream? Vielleicht, aber mich persönlich stört das nicht! Hauptsache, der Song macht Spaß und das tut er!

    Meine Wertung: 4,5/5

  • DJ Food – The Ageing Young Rebel (feat. Ken Nordine) (von beetFreeQ)

    Etwas sehr merkwürdiges hat der beetFreeQ höchstpersönlich da in den Topf geworfen! Spoken Word meets Jazz oder so. Die Stimme des Erzählers hat natürlich schon etwas Cooles an sich. Die Hintergrundmusik könnte direkt aus einem Edgar Wallace Film stammen, hat aber in den Sprechpausen, in denen nicht nur der Bass zu hören ist, etwas von Fahrstuhlmusik. Beety bezeichnet das Ganze als „Kopfkino“. Das mag es ganz gut treffen. Leider ist das aber nicht mein Fall, denn wenn ich Musik hören will, dann richtig, mit Gesang und so. Und wenn ich eine Geschichte erzählt bekommen möchte, greife ich zu einem Hörbuch oder -spiel.

    Meine Wertung: 1/5

  • Letzte Instanz – Monument der Stille (von Konna)

    Die Instrumentierung hört sich zunächst gar nicht so schlecht an. Aber den Gesang find‘ ich furchtbar. Der Song insgesamt ist mir irgendwie zu seicht und trifft einfach nicht meinen Geschmack.

    Meine Wertung: 2/5

  • Gotye – Hearts A Mess (von beam)

    Ein schleppender Beat, Streicher, das klingt alles etwas ungewöhnlich, aber interessant! Ein sehr entspannter Song. Die Stimme erinnert mich an Sting, die Musik an Peter Gabriel. Keine schlechten Referenzen! Spätestens beim Refrain bin ich begeistert! Der Song hat was und macht Lust auf mehr. Obwohl das normal nicht unbedingt meine Musik ist, habe ich mir das Lied in den vergangenen Tagen öfters mal angehört. Könnte vielleicht auch mal in das weitere Werk des Künstlers reinhören. Für mich jedenfalls die positivste Überraschung dieser Runde!

    Meine Wertung: 4/5

  • We Are Wolves – Psychic Kids (von Kamil)

    „Psychic Kids“ – der Name ist Programm. Denn wenn ich das öfters hören müsste, würde ich wohl in der Klappse landen! 😉 Oder um es mit Shakespeare zu sagen: viel Lärm um nichts! Ist mir einfach zu unmelodiös. Sorry, not my cup of tea!

    Meine Wertung: 1/5

Tja, dieses Mal geht meine Bewertung ziemlich in die Extreme: 2 Songs mit 4er Wertungen, die mir sehr gut gefallen, wobei einer davon natürlich sowieso aus meiner Musiksammlung stammt und 3 Songs mit sehr schlechten Bewertungen, die meinen Geschmack leider überhaupt nicht getroffen haben. Dazwischen gab es diesmal gar nichts. Der rechnerische Schnitt liegt somit bei 2,5, also genau in der Mitte und etwas niedriger wie in Runde 1.

Bei der Bewertung habe ich mich übrigens an der von Julia und beam verwendeten Skala orientiert:

0 = unerträglich

0,5 = abschreckend

1 = Müll

1,5 = schlecht

2 = lässt mich kalt

2,5 = Durchschnitt

3 = naja, so lala

3,5 = ok

4 = mag ich

4,5 = super

5 = perfekt

Zuguterletzt noch mein Vorschlag für die nächste Runde – passend zum Wetter:

As Fast As – Florida Sunshine

Blog-Parade: Meine Lieblings-Liedtextzeile

cimddwc hat eine Blog-Parade gestartet, in der es um Lieblings-Liedtextzeilen geht. Natürlich auch wieder ein Thema, an dem ich als Musikfreak fast nicht vorbeikomme, deshalb gibt es auch hier noch einen Last-Minute-Beitrag von mir!

Zunächst muss ich vorausschicken, dass ich mich beim Musikhören sehr auf die Melodien und die Instrumentierung konzentriere. Die Liedtexte spielen bei mir meist nur eine untergeordnete Rolle und ich setzte mich selten detaillierter mit ihnen auseinander.

Es gibt allerdings eine Liedzeile, die ich ziemlich genial finde und die mich von Anfang an regelrecht „angesprungen“ hat. Deshalb habe ich mich auch entschlossen, diese für die Blogparade zu verwenden statt nochmal alle möglichen Songs meiner Lieblingskünstler durchzuhören, ob ich evtl. noch etwas besseres finde. 😉 Obwohl ich dieses Musikzitat schon einmal hier auf dem Blog gepostet habe, aber das unterstreicht wohl eher meine Begeisterung für den Text.

It only takes one tree to make a thousand matches,
It only takes one match to burn a thousand trees!

Ein Spruch, wie er auch von einem Glückskeks stammen könnte. 😉 Aber trotzdem sehr philosophisch, das Ganze! Und auch ein wenig Ironie des Schicksals, was hier angedeutet wird. Die Worte stammen aus der Feder von Kelly Jones, dem Frontmann der Stereophonics, aus dem Song A Thousand Trees, in dem es um die Macht/Wirkung von Gerüchten geht. Auch musikalisch gefällt mir der Song gut und sowohl das dazugehörige Album Word Gets Around als auch die Band im Allgemeinen halte ich für empfehlenswert!

Sozusagen „außer Konkurrenz“ möchte ich aber noch eine weitere Textstelle aus einem Songtext vorstellen, die mir beim Nachdenken über das Thema wieder eingefallen ist und die ich sehr originell und lustig finde. Es handelt sich dabei um eine Rap-Einlage im Song Jesus Freak der Band dcTalk:

I saw a man with a tattoo on his big fat belly
It wiggled around like marmalade jelly
It took me a while to catch what it said
Cause I had to match the rhythm of his belly with my head

Projekt Hörsturz – Runde 1

Der beetFreeQ hat eine interessante Aktion gestartet: das Projekt Hörsturz.

projekthoersturz

Dabei geht es kurz gesagt um die Bewertung von vorgestellten Musikstücken. Aus den Vorschlägen der freeQnet-Leser werden alle 2 Wochen 5 Songs per Zufallsgenerator ausgewählt, die dann jeweils von den Teilnehmern in einem Beitrag auf dem eigenen Blog – so wie hier – völlig subjektiv benotet werden dürfen. Wer noch mehr Details wissen will, schaut am besten mal auf der offiziellen Portalseite vorbei.

Als Musikliebhaber bin ich bei sowas natürlich sofort mit Begeisterung dabei und so gibt es hier auch endlich mal ein wenig neuen Content! 🙂 Dann also „Ring frei!“ für die erste Runde mit folgenden 5 Songs:

  • Portugal. The Man – People Say (von JuliaL49 – kostenloser Download!)

    Julia ist ja sowas wie meine musikalische Nachbarin. Deshalb hat natürlich ein Song, der von Ihr vorgeschlagen wird, ziemlich gute Chancen auf eine gute Bewertung von mir. So wie in diesem konkreten Fall. Eine flockig-leichte Meldodie, gefällige Gitarren-Hooks, im Hintergrund eine Orgel – alles Zutaten, die bei mir auf offene Ohren stoßen. Der Song verbreitet Gute-Laune-Stimmung und geht schnell in’s Ohr. Genau das Richtige für den Sommer!

    Meine Wertung: 4/5

  • From Autumn To Ashes – Short Stories With Tragic Endings (von Postpunk)

    Im krassen Gegensatz zu Julia habe ich das Gefühl, dass zwischen mir und dem Postpunk musikalisch oft Welten liegen! So wohl auch im hier vorliegenden Fall. Die ersten 30-40 Sekunden des Tracks lassen ja noch hoffen … gezupfte Gitarrenakkorde, ein Streicher im Hintergrund … danach wird es dann etwas härter mit verzerrten Gitarren – na gut, soweit noch alles ok! Aber spätestens nach 90 Sekunden, wenn dann die Vocals einsetzen ist bei mir Schluß! Auf Screaming und Growling stehe ich nämlich so gar nicht.  Da rettet auch der später einsetzende etwas melodiösere Frauengesang nix mehr. Zumal die Frau auch keine besonders tolle Stimme hat. Sorry!

    Meine Wertung: 1,5/5

  • Tom Waits – Going Out West (von LaRocca)

    Schnörkelloser, dreckiger Blues-Rock mit der total kaputten Stimme von Tom Waits. Naja. Ich stehe ja grundsätzlich eher auf Melodiöseres und schöne Gesangsstimmen. Kann man sich mal anhören, muss aber nicht unbedingt sein …

    Meine Wertung: 2/5

  • Bob Geldof – The Great Song of Indifference (von cimddwc)

    Der einzige der 5 Songs, den ich vorher schon kannte. Ein typisch irischer Folksong, mit einer einfachen, aber durchaus mitreißenden Melodie, vor allem gegen Ende, wenn dann all die traditionellen irischen Instrumente wie Fidlde, Tin-Whistle & Co. einsetzen. Hat was!

    Meine Wertung: 3,5/5

  • The Exploding Boy – Heart Of Glass (von Robert)

    Mein erster, spontaner Gedanke: Synthie-Pop, könnte direkt aus den 80ern stammen! Ich steh ja tendentiell weniger auf elektronische Musik, deshalb trifft das nicht so 100-prozentig  meinen Nerv. Kann ich mir aber trotzdem mal anhören.

    Meine Wertung: 3/5

Na, das ist doch insgesamt eine schöne Verteilung, oder? Der Durchschnitt liegt mit 2,8 Punkten auch ziemlich in der Mitte. Klarer Sieger nach Punkten sind für mich Portugal. The Man. Da es den Song sogar als kostenlosen Download gibt hat er auch gleich den Weg auf meinen MP3-Player gefunden. Prima! Jetzt bin ich mal gespannt, was die nächste Runde für Songs zu bieten hat und ob auch mal einer meiner Vorschläge es in die „Top 5“ schafft.

Filmrätselstöckchen #1311

Und schon wieder ist das Stöckchen bei mir gelandet, indem ich bei Thomas einen Film erkannt habe – diesmal war es Harry Potter and the Chamber of Secrets.

Und weiter geht’s:

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Julia erkennt am „Full English Breakfast“ viel zu früh den britischen Gangsterfilm Layer Cake mit Daniel „007“ Craig in der Hauptrolle.

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